Dach von innen dämmen

Dach daemmen: Zwischensparrendaemmung

Eine Zwischensparrendämmung ist die kostengünstigste und einfachste Lösung, um nachträglich ein Dach wärmetechnisch den neuesten Anforderungen anzupassen: Nach der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) ist der Eigentümer von Altbauten, die nach dem 1. Februar 2002 erworben wurden, verpflichtet einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von mindestens 0,24 W/(m²K) einzuhalten (Dach oder oberste Geschossdecke zum unbeheizten Dachraum). Um zusätzlich eine KfW-Förderung für diese Sanierungsmaßnahmen zu erhalten, müssen Sie sogar einen U-Wert von 0,14 W/(m²K) oder weniger erreichen (Stand: 01/2019). Die dafür nötige Dämmstoffdicke hängt unter anderem von der Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) des eingesetzten Dämmstoffs ab: Je besser das Dämmvermögen, desto dünner kann die Dämmung sein. Rechnen Sie aber mit etwa 200 bis 280 Millimeter Dämmstärke (je nach U-Wert).

Ziehen Sie in jedem Fall einen Fachmann/Energieberater zurate, der die optimale Dämmkonstruktion und den geeigneten Dämmschutz (auch in Abhängigkeit zur vorhandenen Unterspannbahn) für Ihr Dach wählt. Ist keine schützende Unterspannbahn vorhanden, muss nämlich zwischen der Zwischensparrendämmung und der Dachhaut ein ausreichend bemessener Luftspalt vorhanden sein.

Wie Sie beim Dachausbau grundsätzlich vorgehen, wie Sie die oberste Geschossdecke dämmen und weitere Informationen zum Thema Wärmedämmung, erhalten Sie in folgenden BAUHAUS Ratgebern:

 

1. Welches Dämmmaterial für die Zwischensparrendämmung?

Es gibt eine Vielzahl an Dämmstoffen und für jede Sanierungsmaßnahme gibt es den richtigen Dämmstoff: Dachsparren und andere Hohlräume lassen sich gut mit flexiblen Klemmfilzen dämmen. Sie füllen die Zwischenräume besonders gut aus und verhindern oder reduzieren dadurch Wärmebrücken. Mit einer Wärmeleitstufe zwischen WLS 032 und WLS 035 sind etwa Glas- oder Steinwolle sehr gut für die Dämmung von Steil- und Flachdächern geeignet.

Egal für welchen Hersteller und welches Material Sie sich entscheiden, es muss eng und lückenlos an den Sparren anliegen. Wenn die Höhe der Sparren hierfür nicht ausreicht, ergänzen Sie die Zwischensparrendämmung um eine quer dazu verlegte Untersparrendämmung oder Sie doppeln die Sparren auf (s. Tipp).

Beachten Sie: In Ihrem BAUHAUS finden Sie fertig zusammengestellte Systeme verschiedener Hersteller mit allen Komponenten, die Sie für eine Dämmung der Dachschrägen benötigen: Dämmmaterial, Folien als Dampfsperre, verschiedene Klebebänder, Dichtklebstoffe, Unterspann-, Unterdeck- und Schalungsbahnen sowie vorgefertigte Manschetten.

Weitere Informationen zu den verschiedensten Dämmmaterialien, erhalten Sie in folgendem BAUHAUS Ratgeber:

2. Zwischensparren dämmen

Dach daemmen: Daemmstoff zuschneiden Dach daemmen: Abstand messen

Messen Sie den Abstand zwischen den Sparren und schneiden Sie den Dämmstoff in der ermittelten Breite (zzgl. 1 bis 2 cm Übermaß) entlang einer geraden Schiene entsprechend zu.

Beachten Sie: Messen Sie an mehreren Stellen über die gesamte Länge des Dachstuhls die Sparrenbreite.

Dach daemmen: Daemmstoff zwischen die Sparren klemmen

Klemmen Sie anschließend das Dämmmaterial so zwischen die Sparren, dass es eng und lückenlos sitzt. Beginnen Sie unten in der Dachschräge und arbeiten sich hoch zum Giebel.

Dach daemmen: Mit Daemmstoff alle Luecken fuellen Dach daemmen: Daemmen rund um Kehlbalken

Wenn Sie Platten verwenden, müssen Sie diese gegebenenfalls sehr genau zuschneiden damit jede noch so kleine Lücke mit Wärmedämmstoff gefüllt wird.

3. Abdichtung

Dach daemmen: Dampfbremsfolie

Entsprechend der EnEV sind Dächer nicht nur zu dämmen, sondern auch sorgfältig gegen unkontrollierte Luftströmungen und Raumluftfeuchte abzudichten. Verlegen Sie hierfür luftdicht eine Dampfbremsfolie quer zu den Sparren und befestigen sie mit einem Tacker auf den Sparren (bedruckte glatte Seite zeigt raumseits). Die Bahnen müssen sich etwa zehn Zentimeter überlappen. Die Überlappungsstellen wiederum kleben Sie mit einem zum System gehörenden Klebeband lückenlos und in einem Zug ab. Die Folie dabei nicht zu stramm spannen und befestigen. Vergessen Sie anschließend nicht, auch die Tackereinstiche abzukleben!

Beachten Sie: Welchen sd-Wert (wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke; in m) die Dampfbremse in Ihrem Fall haben sollte, bestimmt der beauftragte Energieberater. Der sd-Wert gibt den Widerstand an, den die Dampfbremsfolie dem Durchgang von Wasserdampf entgegensetzt.

4. Giebel und Fensterlaibungen abdichten

Dach daemmen: Dampfbremse an der Wand verkleben Dach daemmen: Anschluesse am Giebel

Bei Anschlüssen an Giebelwände tackern Sie die Dampfbremse mit etwas Überstand fest und verkleben anschließend die Bahn mit Kleber luftdicht an der Wand.

Beachten Sie: Poröse, mineralische Untergründe müssen Sie vor der Anschlussverklebung zusätzlich grundieren.

Dach daemmen: Dampfbremse an Fenstern Dach daemmen: Dampfbremse an Fenstern

An Dachflächenfenstern schneiden Sie die Folie nachträglich frei, klappen diese um (Überstand bis zum Rahmen einplanen) und tackern Sie sie an einer Latte fest. Am Rahmen des Fensters verwenden Sie Klebeband (Hinweise des Fensterherstellers beachten).

5. Kabel und Rohre luftdicht abkleben

Dach daemmen: Durchfuehrungen ausreichend abdichten

Für Durchführungen, zum Beispiel von Kabeln, schneiden Sie die Dampfbremse kreuzförmig ein, führen das Kabel durch und dichten alles sorgfältig mit einer Manschette und elastischem Klebeband aus dem gleichen System ab.

Falls der Dachstuhl wohnlich ausgebaut werden soll, können Sie nun das von innen luftdicht versiegelte Dach verkleiden - zum Beispiel mit Gipskartonplatten. Wie das funktioniert, lesen Sie in folgendem BAUHAUS Ratgeber:

Dach von innen dämmen

Untersparrendämmung oder Sparren aufdoppeln

Dach daemmen: Sparren aufdoppeln Dach daemmen: Traglattung fuer Untersparrendaemmung

Manchmal reicht die Sparrentiefe nicht aus, um eine ausreichende Dämmdicke und damit einen angemessenen Wärmeschutz zu erreichen. Um nun für eine weitere Dämmschicht Platz zu schaffen, verschrauben Sie – nach dem Füllen der Zwischenräume mit einer ersten Lage Dämmstoff – eine Traglattung (entsprechend der Dämmstärke) auf den Sparren. Der lichte Abstand zwischen den Latten beträgt in der Regel 45 Zentimeter. Den Untersparrendämmstoff klemmen Sie nun einfach wieder zwischen die Latten und bringen danach die Dampfbremsfolie an.

Alternativ können Sie auf die Zwischensparrendämmung auch Träger in CD- und UD-Profilen sowie Direktabhänger befestigen, zwischen die Sie die zusätzliche Dämmung klemmen.

Oder Sie doppeln die Sparren mit Holzlatten an der Unterseite auf (rechtes Bild).

Beachten Sie: Folgt die Luftdichtheitsschicht auf der Zwischensparrendämmung, darf die Untersparrendämmung nicht mehr als ca. 20 bis 30 Prozent der Zwischensparrendämmstärke betragen. Sonst drohen Feuchtigkeitsschäden!

KfW-Förderprogramme für die Dämmung des Dachs

Der Antrag auf Förderung muss jeweils vor Beginn der Dachdämmung eingereicht werden. Diese Förderungen für die Dachsanierung gibt es (Stand: 01/2019):

  • Programm 430: Investitionszuschuss in Höhe von zehn Prozent der Sanierungskosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Programm 151: Zinsgünstige Darlehen für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, maximal 100.000 Euro pro Wohneinheit plus Tilgungszuschuss.
  • Programm 152: Zinsgünstige Darlehen für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie eine Dachdämmung, maximal bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit plus Tilgungszuschuss.

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier:

EnEV 2014 und der verpflichtende Energieausweis

Neben einer Dämmpflicht, verpflichtet die EnEV 2014 auch zu einer Dokumentation der Energieeffizienz eines Gebäudes mittels Energieausweis. Damit ist ein schneller Überblick über den Energieverbrauch des Hauses möglich und hilft, die anfallenden Kosten für Wärme und Energie abzuschätzen.

Ein die Wärmedämmung berücksichtigender sogenannter Bedarfsausweis (orientiert sich am zukünftigen, theoretischen Energiebedarf) ist dann Pflicht, wenn ein Haus neu gebaut oder ein Altbau saniert wird. Im Gegensatz dazu orientiert sich der Verbrauchsausweis an den tatsächlichen Verbrauchsdaten der Vergangenheit.

Die energetischen Kennwerte werden übersichtlich auf einer Skala von grün bis rot dargestellt und das Gebäude zusätzlich in Effizienzklassen eingruppiert. Diese umfassen neun Stufen von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hoher Energiebedarf).

Innendämmung im BAUHAUS Sortiment

  • Rockwool Steinwolle Sonorock (1.000 x 625 x 80 mm)

    Rockwool Steinwolle

    12 , 55
  • Probau Spannfilz SF 35 (2.800 x 1.200 x 200 mm)

    Probau Spannfilz

    27 , 05
  • Rockwool Steinwolle Sonorock (1.000 x 625 x 100 mm)

    Rockwool Steinwolle

    15 , 55
  • Probau Spannfilz SF 35 (4.400 x 1.200 x 120 mm)

    Probau Spannfilz

    25 , 35
  • Rockwool Steinwolle Sonorock (1.000 x 625 x 40 mm)

    Rockwool Steinwolle

    12 , 75
  • Probau Trennwandplatte TW1 (1.250 x 625 x 40 mm)

    Probau Trennwandplatte

    12 , 66
  • Mehrzweckdämmplatte DEO/WAB 040 (Stärke: 20 mm, Inhalt: 0,5 m²)

    Mehrzweckdämmplatte

    0 , 91
  • Rockwool Steinwolle Klemmrock 035 (4.000 x 1.000 x 120 mm)

    Rockwool Steinwolle

    26 , 60
  • Mehrzweckdämmplatte DEO/WAB 040 (Stärke: 20 mm, Inhalt: 12 m²)

    Mehrzweckdämmplatte

    21 , 60
  • Rockwool Steinwolle Sonorock (1.000 x 625 x 50 mm)

    Rockwool Steinwolle

    16 , 10
  • Rockwool Steinwolle Klemmrock 035 (2.500 x 1.000 x 200 mm)

    Rockwool Steinwolle

    27 , 25
  • Rockwool Steinwolle Klemmrock 035 (3.000 x 1.000 x 160 mm)

    Rockwool Steinwolle

    26 , 85
  • Probau Trennwandplatte TW1 (1.250 x 625 x 100 mm)

    Probau Trennwandplatte

    13 , 69
  • Rockwool Steinwolle (30 l, Lose)

    Rockwool Steinwolle

    14 , 95
  • Probau Spannfilz SF 35 (3.500 x 1.200 x 160 mm)

    Probau Spannfilz

    27 , 10
  • Mehrzweckdämmplatte WI/DI 040 (Stärke: 10 mm, Inhalt: 0,5 m²)

    Mehrzweckdämmplatte

    0 , 36
  • Rockwool Steinwolle Sonorock (1.000 x 625 x 60 mm)

    Rockwool Steinwolle

    14 , 35
  • Probau Trennwandplatte TW1 (1.250 x 625 x 60 mm)

    Probau Trennwandplatte

    12 , 81
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